"Terra Preta" & Co. - Ein permakultureller Exkurs


Montag, 23. November 2015, 19 Uhr Herrenhaus


Terra preta – schwarze Erde – ist in ihrer Urform im Amazonasbecken anzutreffen. Aufgrund ihrer hohen Bodenfruchtbarkeit und Speicherfähigkeit von Kohlenstoff bietet sie hervorragende Voraussetzungen für intensive und nachhaltige Landwirtschaft. Der Boden besteht aus einer Mischung von Holz und Pflanzenkohle, menschlichen Fäkalien, Dung und Kompost durchsetzt mit Tonscheiben und gelegentlich auch Knochen sowie Fischgräten. Neue, großtechnisch geschaffene Terra preta könnte die Erträge landwirtschaftlich unproduktiver Böden steigern, wenn da nicht die Schwierigkeiten mit der Erzeugung der Menge von Pflanzenkohle und Nährstoffen wären...

Kann hier die Permakultur helfen? Mit ihren Methoden könnte das Terra-preta-Konzept genutzt werden, um natürliche Ressourcen – besonders nährstoffreiche Abfälle, wie Klärschlamm und Biomüll – nachhaltig zu recyceln.

Der Referent, Burkhard Kayser, ist freier Berater für nachhaltige Landnutzung und Permakultur. Er arbeitet seit 1988 wirtschaftlich orientiert mit dem Permakultur-Konzept im Sinne von David Holmgren. Mit seinem Vortrag will er Bewusstsein für Resilienz (Widerstandsfähigkeit) in der Agrarwirtschaft und die sozialen Strukturen ländlicher Räume schaffen, um auf notwendige Veränderungen hin zu einer Postwachstumsgesellschaft vorbereitet zu sein.